VL Kultursoziologie

7. Einstellungen

3. Theorie geplanten Verhaltens

 Die seit 1967 von Martin Fishbein und Icek Ajzen entwickelte Theorie geplanten Verhaltens (TPB=„theory of planned behavior“; Vorläufer: TRA=„theory of reasoned action“) ist der renommierteste Ansatz der Verhaltenserklärung der Sozialpsychologie. (Ajzen 1991; Fishbein & Ajzen 2010)
 Der Einstellungsbildung liegt ein Wert-Erwartungs-Modell zugrunde: - Untersucht werden Einstellungen zu konkreten Verhaltensweisen - Alternativen und ihre Konsequenzen werden abgewogen (Rationalität) - Ein Verhalten wird im Hinblick auf mehrere Konsequenzen i bewertet (evaluation ei) - Für jede Konsequenz i wird eine Eintrittswahrscheinlichkeit erwartet (belief bi) - Die Einstellung A ergibt sich nach der Formel:
A = ∑ bi • ei - Gewählt wird die Handlungsalternative mit der stärksten positiven Einstellung
 Neben der Einstellung sind die subjektive Norm und die perzipierte Verhaltenskontrolle Determinanten von Intention bzw. Verhalten.
 Die Verhaltenskontrolle umfasst Ressourcen und Opportunitäten.
 Die Hintergrundfaktoren umfassen u.a. Persönlichkeit, Werte, Informationen und soziodemografische Variablen.

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