Fertigungslehre

Beschreiben Sie den Scherschneidevorgang.

  • Scherschneiden = Scherscheiden ist Zerteilen durch zwei Schneiden mit großen Keilwinkel, wobei sich die Schneiden aneinander vorbeibewegen
  • Einhubiges Scherschneiden: In einem Hub wird das Werkstück entlang der Schnittlinie zerteilt
  • Kontinuierliches Scherschneiden: Durch einen fortlaufenden Schnitt wird das Werkstück mit zwei kreisförmigen sich drehenden Schermessern zerteilt.
  • Ablauf des Schervorgangs
  1. Verformungsphase = Der Werkstoff verformt sich unterhalb der Druckfläche.
  2. Scherphase = Der zu trennende Werkstoff setzt dem Trennvorgang einen steigenden Verformungswiderstand entgegen, bis die eigentliche Scherung erfolgt.
  3. Bruchphase = Von der Gegenseite erfolgt schließlich das Anreißen und Brechen des Werkstoffs.
Bedingungen beim Schervorgang:
  1. Winkel der Schneide 90°: Schlagartiger Kraftaufbau
  2. Winkel der Schneide unter 90°: Verminderte Stoßbelastung, geringere Kippneigung, aber durch die Querkräfte werden Ober- und Untermesser zusammengedrückt (schneidespalt wird verringert)
  3. Schneidespalt: Der Schneidespalt muss mit der Dicke des zu trennenden Werkstoffs anwachsen
    • Zu kleiner Schneidespalt: Reibung zwischen en Messern, starke Abnutzung, Messer können aufsetzen
    • Zu großer Schneidespalt: Gratbildung am Werkstück, unebene Oberfläche, hohe Gegenhaltemomente

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