VL Kultursoziologie

9.Praktiken und Lebensstile

Lebensstilansatz nach Bourdieu

Hypothesen (Bourdieu 1973, 1982, 1983; Weininger 2005)
 Homologiethese: Die Kapitalausstattung (bzw. Klassenlage) determiniert – vermittelt über den Habitus – den Lebensstil. Bsp.: Alte Bourgeoisie → Habitus: Hedonismus des Behaglichen & Ungezwungenen → Lebensstil: Ausländische Autos, Hotelurlaub, Champagner, Reiten, Antiquitäten Kohärenzannahme: Der Habitus erzeugt kohärente Lebensstile
 Hysteresisthese: Änderungen der Kapitalausstattung verändern den Lebensstil aufgrund der Habitusträgheit („Hysteresis“) nur allmählich.
 Reproduktionsthese: Die Klassenlage der Herkunftsfamilie determiniert – vermittelt über die Weitergabe kulturellen Kapitals – den Bildungserfolg der Kinder im Schulsystem und damit deren spätere Klassenlage.
Mechanismus 1: Kulturelles Kapital ist dem Lernerfolg direkt förderlich
Mechanismus 2: Lehrer diskriminieren nach Habitus bzw. Herkunft

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