VL Kultursoziologie

14. Nationalgesellschaftliche Rahmungen und Globalisierung von Kultur

1. Nationale Rahmungen und Transnationalisierung von Kultur

 Die Nationalstaatsgründung ist eine zentrale Dimension des weltweiten historischen Modernisierungsprozesses.
 Seit dem 19. und 20. Jahrhundert werden Gesellschaften elementar als Nationalgesellschaften mit je eigener Kultur wahrgenommen.
- Offizielle Landessprache
- Nationales Rechtssystem
- Landestypische Sitten und Bräuche
- Nationale Symbole (z.B. Flagge, Feiertage, Automarken, Lebensmittel)
- Nationale und inter-nationale Wettbewerbe (z.B. Fußball; Olympiade)
 Transnationalisierung = historischer Prozess, in dem soziale Phänomene nationale Grenzen zunehmend überschreiten
= Verhältnis von Binnen- und Außeninteraktion (Gerhards/Rössel 1999)
- Weltsprache Englisch
- Globale Fast Food-Gerichte, Crossover-Küche
- Globale Konsumgüter, Marken und Moden
- Transnationale Normen (z.B. EU-Recht, Menschenrechte)

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