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Zivilrecht

Können die Mehrkosten eines Deckungskaufs einen Verzögerungsschaden darstellen?

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In der Lit. wird vertreten, dass die Mehrkosten eines Deckungskaufs einen Verzögerungsschaden darstellen können. Dabei wird teilweise angenommen, dass der Anspruch auf den Verzögerungsschaden regelmäßig gemäß § 254 BGB ausgeschlossen sei, da der Gläubiger erst nach dem Verlangen von Schadensersatz statt der Leistung oder dem Rücktritt berechtigt sei, einen Deckungskauf zu tätigen. Eine weitere Ansicht in der Lit. bejaht einen Verzögerungsschaden. Dessen Kausalität sei aber nur zu bejahen, wenn im Zeitpunkt des Deckungskaufs die Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs statt der Leistung vorlägen.
Der BGH folgt der h.M., nach der die Mehrkosten eines Deckungskaufs keinen Verzögerungsschaden, sondern einen Schaden statt der Leistung darstellen. Ein Deckungskauf sei die endgültige Ersetzung der ursprünglich erwarteten Leistung durch eine gleichwertige andere; der Schaden ersetze funktional die Leistung. (RÜ 10/2013, S. 615 ff.)