Klinische Psychologie - Störungslehre

Stressassoziierte Störungen

6B66: Depersonalisations-/Derealisationsstörung - Klassifikation ICD-11

Depersonalisation: Sich selber als fremd, unwirklich, losgelöst erleben oder als wäre man ein Außenbeobachter der eigenen Gedanken, Gefühle, Empfindungen, des Körpers oder der Handlungen.
 
Derealisation: Andere Menschen, Objekte oder die Welt als fremd oder unwirklich erleben (z. B. wie in einem Traum, distanziert, neblig, leblos, farblos oder visuell verzerrt) oder Gefühl des Getrenntseins von der Welt.
 
Während Depersonalisation und Derealisation bleibt die Realitätsprüfung intakt. (Nicht wie bei Schizophrenie)
 
Nicht während andere dissoziative Störung auftritt und nicht besser erklärbar durch eine andere mentale, behaviorale oder neurologische Störung.
 
Depersonalisations-/Derealisationserleben sind nicht auf die Wirkung einer Substanz oder Medikation auf das zentrale Nervensystem zurückzuführen (inkl. Entzugssyndromen) und nicht auf eine Erkrankung des Nervensystems oder ein Schädelhirntrauma.
 
Die Symptome führen zu Leiden und Beeinträchtigungen auf der Arbeit, in persönlichen, familiären, sozialen und anderen wichtigen Funktionsbereichen.

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