Kartensatz Lerngruppe

Die Mitglieder einer fiktiven Gesellschaft namens Aschtonien teilen folgendes vermeintliches Wissen über junge Erwachsene (16 - 25 Jahre): „Junge Erwachsene sind verantwortungslos, überschätzen sich selbst, sind irrational und unkontrolliert.“ Da in Aschtonien Kontrolliertheit, Rationalität und Verantwortungsbewusstsein positiv bewertete und erstrebenswerte Attribute sind, werden fortan junge Menschen negativ bewertet und die Aschtonianer_innen teilen eine abwertende Einstellung diesem Lebensalter gegenüber. Dies mündet u.a. darin, dass junge Erwachsene nur mit Erlaubnis ihres gesetzlichen Vormunds Verträge abschließen dürfen und sie vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen sind. Eine Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge dürfen sie nicht erwerben und auch nicht heiraten.

Welche der folgenden Aussagen sind auf Grundlage dieser Ausführungen sowie des Moodle-Books als „richtig“ zu bewerten?

  • Die Überzeugung, junge Erwachsene seien irrational und verantwortungslos, ist Teil des Stereotyps über diese soziale Gruppe.
  • Das sozial geteilte Wissen über die Eigenschaften von jungen Erwachsenen ist ein Vorurteil.
  • Die Zugehörigkeit zur genannten Altersgruppe (16 – 25 Jahre) kann als Stigma interpretiert werden, da diese die Betroffenen in den Augen der Gesellschaft diskreditiert und den Anspruch auf gesellschaftliche Gleichberechtigung verlieren lässt.
  • Die negative Bewertung der sozialen Gruppe der jungen Erwachsenen kann als Stereotypisierung bezeichnet werden.
  • Das beschriebene Wahl- und Eherecht stellen eine institutionalisierte Form von Diskriminierung gegenüber jungen Erwachsenen dar.
 

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