Kartensatz Lerngruppe

Vertreter_innen der Alternative für Deutschland (AfD) warnen vielfach vor einer zunehmenden Bedrohung durch Kriminalität in Deutschland, insbesondere mit dem Fokus Zuwanderung. So bekundete im Jahr 2016 der damalige rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge während einer Wahlkampfveranstaltung in Koblenz in Bezug auf die gestiegene Zuwanderung: „Natürlich wird die Kriminalität und die terroristische Bedrohung steigen.“
Welcher der folgenden Aussagen lassen sich auf Grundlage des Moodle-Books als ‚richtig‘ bewerten?

  • Insgesamt begingen Ausländer_innen häufiger schwere Straftaten und Gewaltdelikte als Deutsche.
  • Analysen ergaben, dass es keinen statistischen Unterschied zwischen den Straftaten und Gewalttaten von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund gibt, wenn man vermittelnde Variablen (wie u.a. die Inanspruchnahme staatlicher Leistungen) als Risikofaktoren für Gewalttäter_innenschaft mit einbezog.
  • Es gibt zu bedenken, dass Ausländer_innen ohne Bleibeaussicht oder mit Wohnsitz im Ausland überproportional häufig durch Straftaten auffallen.
  • Junge hat Unrecht. Trotz gestiegener Zuwanderung in den letzten Jahren ist die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner_innen nicht gestiegen.
  • Junge hat Recht. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger ist in den letzten Jahrendeutlich stärker gestiegen als der Anteil von Ausländer_innen an der deutschen Gesamtbevölkerung.
 

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