Kartensatz Lerngruppe

„Frauen sind schon was Feines. Ihre Liebe macht mein Leben als Mann erst lebenswert. Darum will ich meine Frau und meine Tochter auch ganz besonders beschützen. Aber diese Feministinnen mit ihren überzogenen Forderungen nach Macht und nach Bevorzugung von Frauen bspw. durch Frauenquoten und so einen Quatsch… Die wollen uns Männer beherrschen, dabei tun wir doch alles, um unsere Frauen zu umsorgen. Das sehe ja nicht nur ich so, sondern auch viele Männer aus anderen Ländern und Kulturen der Erde.“
Welche Aspekte des ambivalenten Sexismus nach Glick und Fiske (1996) sind in dieser Äußerung eines Mannes über Frauen zu finden?

  • Hostilität und Benevolenz als Subsysteme sexistischer Einstellungen existieren kulturübergreifend (z. B. P. Glick et al., 2000; Peter Glick et al., 2004).
  • Die Aufwertung weiblichen Durchsetzungsvermögens als Kernaspekt des ambivalenten Sexismus nach Glick und Fiske (1996) wird in der Äußerung deutlich.
  • Der benevolente Sexismus ist in dieser Äußerung leicht feststellbar. Er zeichnet sich durch seine konsistente, offene und direkte Negativität gegenüber Frauen aus.
  • Eine Ambivalenz geschlechtsbezogener Einstellungen wird in der Äußerung deutlich, denn geschlechtsbezogene Stereotype sind laut Glick und Fiske (1996) häufig nicht nur rein negativ oder rein positiv.
  • Sowohl Hostilität als auch Benevolenz als Subsysteme sexistischer Einstellungen sind in den Aussagen erkennbar.
 

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