Kartensatz Lerngruppe

Fußball ist die beliebteste Sportart in Deutschland. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es in den drei deutschen Profiherrenligen derzeit keinen aktiven und offen schwulen Spieler. Generell gibt es nur ganz wenige Profifußballer, die sich während oder nach der Karriere als homosexuell oder bisexuell geoutet haben.
„Ich habe in der Liga noch nie einen homosexuellen Spieler gesehen. Und bisher hat sich auch noch keiner bei mir geoutet. Aber es gibt bestimmt welche, auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann. Wenn sich einer outen will, soll er das ruhig tun. Das ist doch jedem selbst überlassen.“ äußerte sich Rudi Assauer hierzu, der damalige Manager des Erstligisten Schalke 04.
Welche der folgenden Aussagen sind auf Grundlage dieser Ausführungen sowie des Moodle-Books zulässig?

  • Da gut 80% der deutschen Bevölkerung homo- und bisexuelle Menschen tendenziell für diskriminiert bzw. benachteiligt halten (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2017), könnte die Angst vor Diskriminierung ein Grund sein, nicht offen homosexuell zu leben.
  • Da Homo- und Bisexualität seltene Phänomene sind, ist es statistisch nicht verwunderlich, dass bei ca. 1600 Spielern in der ersten, zweiten und dritten Bundesliga nur heterosexuelle Spieler dabei sind.
  • Ein schwuler Bundeligist könnte sich auch als ‚queer’ bezeichnen.
  • Die EuroPulse Befragung (Dalia Research, 2016) zeigte, dass sich ältere Teilnehmende (30-65jährige) eher als etwas anderes als ausschließlich heterosexuell beschrieben als jüngere Teilnehmende (14-29jährige). Die Tatsache, dass Profifußballer im Schnitt relativ jung (ca. 25 Jahre) sind könnte daher zur Erklärung des Mangels an geouteten Profifußballern herangezogen werden.
  • 1962, als die Gründung der Fußballbundesliga in der BRD beschlossen wurde, hätten Fußballer, die homosexuelle Handlungen ausführen, auf Grundlage des § 175 StGB strafrechtlich verfolgt werden können.
 

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