Schulpäd-Stex

Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Nenne und erkläre einige empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit offenen Unterrichts.

  • An Grundschulen kommt Offener Unterricht häufiger zum Einsatz als an weiterführenden Schulen (Brügelmann, 1997).
  • Offener Unterricht erfordert besonders viel Strukturierung, um für alle Schüler/innen (besonders mit ungünstigeren Lernvoraussetzungen) lernförderlich zu sein (Helmke, 2012). Anders als bei eher geschlossenem Unterricht ergibt sich diese Strukturierung nicht automatisch durch die Lenkung der Lehrkraft.
  • Direktiv unterrichtete Schüler/innen zeigen deutliche kognitive Leistungsvorteile gegenüber solchen, die in Formen Offenen Unterrichts unterrichtet wurden (Gruehn, 2000).
  • Weder im Punkt Fachwissen (Einsiedler, 1990), noch bzgl. nicht-kognitiver Leistungen, wie Kreativität oder Motivation, schnitten Schüler/innen im Offenen Unterricht besser ab, als solche, die in traditionellen Unterrichtsarrangements unterrichtet wurden (Gruehn, 2000).
  • Hattie (2009) kommt in seiner Metastudie zu dem Ergebnis, dass Offener Unterricht (mit einer Effektstärke von .01) den Schüler/innen nicht schadet, ihnen aber auch hinsichtlich der kognitiven Leistungsentwicklung nicht hilft.

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