Schulpäd-Stex

Teil B - Planung und Gestaltung von Lernumgebungen

Nenne die 7 Funktionen der Leistungsmessung

(vgl. Sacher, 2014)

1. Sozialisationsfunktion: Kinder und Jugendliche sollen gesellschaftlich anerkannte Leistungsnormen kennenlernen.
Dazu gehört, dass sie lernen, leisten zu wollen, und andererseits bestmöglich auch ihre Leistungen zur Geltung bringen können. Noten wirken sich mit zunehmendem Alter auch stärker auf das Selbstwertgefühl der Schüler/innen aus und beeinflussen den weiteren Lern- und Bildungsprozess.

2. Rückmelde- und Kontrollfunktion:
Mittels Noten werden Schüler/innen, aber damit auch Lehrer/innen, Lehrpläne, Schulen, Schularten und ganze Schulsysteme mit Blick auf den gesellschaftlichen und fachlichen Anspruch bzw. das erreichte Niveau kontrolliert.

3. Informationsfunktion:
Schüler/innen und Eltern erhalten Auskunft über den Stand ihrer Lernbemühungen. In professionsbezogener Hinsicht erhält die Lehrperson über die Leistungsbeurteilung der Schüler/innen auch Auskunft über den Erfolg ihres Unterrichts.

4. Legitimationsfunktion:
Es ist Bestandteil des Auftrages von Lehrkräften, dass sie bewerten und Schüler/innen individuell entsprechend fördern.
Darüber hinaus stellen Noten die rechtliche Grundlage für bildungspolitische, administrative
und unterrichtliche Entscheidungen. In Zeugnissen wird die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht dokumentiert.

5. Selektionsfunktion:
Leistungsbewertung und Schulnoten erfüllen auch eine Berechtigungsfunktion.

6. disziplinierende Funktion:
Grundlegend ist die (durchaus als falsch zu betrachtende) Annahme, dass Schüler/innen sich (nur) mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen, um mit guten Noten belohnt
zu werden bzw. schlechte Noten als Bestrafung zu vermeiden.

7. Lern- und leistungserzieherische Funktion: Schüler/innen sollen Eigenverantwortung für ihre Lernprozesse erwerben mit dem Ziel der
Autonomie, der realistischen Zielsetzung, der Selbstmotivierung und -disziplinierung.
Es bedarf daher einer leistungsförderlichen und wohlwollenden Umgebung, damit Schüler/innen Leistung als erstrebenswertes Ziel individuell für sich erkennen und annehmen können.

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