Verfahrenslehre

Verhaltenstherapie

Störungsspezifische Interventionen: Sucht

Störungsmodell
Biopsychosoziales Model
- Veränderte Selbstwahrnehmung
- Operante Konditionierung: Zwei-Phasen-Wirkung von Alkohol (C + kurzfristig; C - langfristig → erneuter Auslöser für Konsum)
- Klassische Konditionierung: „cue reactivity“
- Sensitivierung des Belohnungssystems
- Soziale Ebene
 
Therapie
 
Motivational Interviewing : nicht konfrontative, klientenzentrierte Form der Gesprächsführung zur Förderung jener Veränderungsbereitschaft:
 
1. Express empathy: empathisches Zuhören, Akzeptieren des Gegenübers
 
2. Develop discrepancy: Entwickeln von Diskrepanz zw. gegenwärtigem Verhalten und für die Person wichtigen Werten und Zielen – change talk: Klient selbst sollte Argumente für Verhaltensänderung formulieren
 
3. Roll with resistance: freie Entscheidung des Pat. betonen, Zweifel und Befürchtungen ernst nehmen
 
4. Support self-efficacy: Förderung der Selbstwirksamkeitserwartung; pos. Einstellung der Therapeutin, Übergeben der Verantwortung an Klienten
 
Modell zu Rückfällen: Rückfallrisiko hängt von den persönlichen Bewältigungskompetenzen und der eigenen Zuversicht in die Abstinenz ab
 
Lapse vs Relapse
 
- Konkretisierung von Risikosituationen,
 
- Ablehnungstraining: bspw. in Rollenspielen Ablehnen eines alkoholischen Getränks üben
 
- Cue Exposure: in-vivo-Konfrontation mit relevanten Auslösebedingungen mit dem Ziel, das Craving auszuhalten (sich bspw. vor ein volles Glas Bier setzen und Craving erleben)
 
- Kognitive Umstrukturierung dysfunktionaler Einstellungen zu Suchtmitteln; Problemlösetraining; Soziales Kompetenztraining
 
- Ausbau von Ersatzaktivitäten; Stärkung der Selbstwirksamkeit

Diskussion