Verfahrenslehre

Verhaltenstherapie

Störungsspezifische Interventionen: Persönlichkeitsstörungen (Borderline)

Störungsmodell der Borderline-Persönlichkeitsstörung
 
• Biologische Prädisposition sowie ungünstige Lebenserfahrungen führen zu Störung in der Emotionsregulation
• Hohe Sensitivität für emotionale Reize; sehr intensive emotionale Reaktionen
• Meist Erfahrung von invalidierendem Erziehungsverhalten in Vorgeschichte
 
Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung:
 
Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT):  1980er Jahren von Marsha Linehan entwickelt
 
− integriert verhaltenstherapeutische Elemente mit zen-philosophischen Ansätzen
 
− Dialektik von Akzeptanz einerseits sowie Veränderung andererseits
 
− strikte Zielhierarchie: zuerst lebensbedrohliches, dann therapieschädigendes Verhalten fokussieren und verändern, bevor Verhaltensweisen behandelt werden, die die Lebensqualität der Betroffenen einschränken
 
− Klare Absprache und Regeln
− Therapievertrag und Non-Suizid-Commitement
− Stetige Verhaltensanalysen von dysfunktionalem Verhalten 
− Telefon- oder Mailkontakt im Notfall
− Einzel- und gruppentherapeutische Elemente enthalten
 
Fertigkeitentraining (Skill-Training) in der Gruppe:
1) Innere Achtsamkeit
2) Stresstoleranz
3) Umgang mit Gefühlen
4) Zwischenmenschliche Fertigkeiten
5) Selbstwert
 
Beispiel Skill

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