Biotechnologie 2

Rek. Proteinproduktion

Nennen sie Vor- und Nachteile der rekombinanten Proteinproduktion in filamentösen Pilzen. Nennen sie Beispiele für relevante Proteine und Organismen.

V.a. für extrazelluläre Produktion technischer Enzyme etabliert
 
Vorteile:
  • Fermentationen im Großmaßstab etabliert, optimiert für Enzymproduktion und Metabolite wie Vitamine, Organische Säuren, Antibiotika, Alkaloide.
  • viele haben GRAS Status
  • Im GGs zu E. coli und S. cerevisiae: Fähigkeit große Mengen an gewissen Proteinen extrazellulär abzugeben (Reinigung, Kosten).
    • Industrielle Aspergillus niger und Trichoderma reesei Stämme produzieren bis zu 100 g/l eines bestimmten Enzym(typs)s.
    • Zellulasen bei Trichoderma reesei
    • (Gluko)amylase bei Aspergillus niger
    • Auch hohe Mengen an best. humanen Proteinen möglich (Protease neg. Stämme) in T. reesei.
  • posttranslationale Veränderungen möglich.
    • Keine Hyperglykosylierung wie bei Hefen. Glykosylierung (einfacher Mannosetyp) unterscheidet sich aber auch von Säugetierglykosylierung
    • Lösung Humanisierung der Glykosylierung.
 
Nachteile:
  • Glykosylierung (einfacher Mannosetyp) unterscheidet sich aber auch von Säugetierglykosylierung
    • Lösung Humanisierung der Glykosylierung.
  • Fehlen von episomalen Vektoren
  • Geschwindigkeit der genetischen Manipulation langsam(er) als bei Hefen
  • Genome in den letzten Jahren sequenziert, aber noch wenig charakterisiert.
  • Weniger Forschungsgruppen und Tools etabliert.
 
Beispiele für relevante Proteine:
  • Chymosin (Kalb) für Käseherstellung
  • Interferone
  • Interleukin
  • Lactoferrin
  • Glucoamylasen (aus Trichoderma reesei)
 
Beispiele für relevante Organismen:
  • Trichoderma reesei
  • Aspergillus niger
  • Aspergillus oryzae

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