Biotechnologie 2

Grüne Biotechnologie, 2017-11-23

Was ist Auslesezüchtung, welche Bedeutung hat sie und seit wann wird sie eingesetzt?

  • Bis 1900: Nur Auslesezüchtung: älteste Form der Pflanzenzüchtung
  • Kulturpflanzen sind zunächst durch unbewusste und dann durch bewusste Auslese aus Wildpflanzen entstanden
  • Älteste Form der Züchtung: Anbau von Genotypengemischen
    • Genotypen kreuzen sich von selbst
    • Negative Massenaulsese: Pflanzen, die nicht den Vorstellungen entsprechen ausschließen (Erhaltungszüchtung)
    • Positive Massenauslese: Speziell jene, die besonders gut sind weiterzüchten
  • Wenn man die gemeinsam Abblühen lässt entsteht Saatgut
  • Man nimmt immer Pflanzen mit vorteilhaften Eigenschaften
  • Wenn man das über mehrere Generationen macht
    • Zunehmend Pflanzen mit immer besseren Eigenschaften
  • Sehr viel der Kulturpflanzen, die für uns heute "natürlich" sind, sind sehr stark vom Menschen beeinflusste Spezies
 
Auswahl vorhandener Varianten, gezielte Selektion von Pflanzen
 
Bereits vor ca. 12.000 Jahren bis 1900 begannen die Menschen, aus Wildgetreidearten bei wiederholtem Anbau die ertragreichsten Pflanzen auszuwählen und gezielt weiter zu vermehren. Schon bald fiel den ersten Ackerbauern auf, dass manche Getreidepflanzen bessere Eigenschaften aufwiesen als andere. Im nächsten Jahr nutzten sie dann nur die Samen dieser Pflanzen zur Aussaat. Alle anderen wurden von der Vermehrung ausgeschlossen. Durch diese Auslese entstanden, über viele Generationen hinweg, so die ersten kultivierten Nutzpflanzen. Aus Pflanzenpopulationen wurden über Generationen hinweg immer wieder diejenigen Exemplare ausgewählt und weitervermehrt, die die gewünschten Eigenschaften aufwiesen. Ergebnis oft jahrhundertlanger Ausleseprozesse warne Landsorten, die gut an lokale Umweltbedingungen angepasst warne- d.h. gezielte Selektion von Pflanzen
 
höherer Ertrag, stabilere Nutzpflanze --> Eine der Grundlagen für die Bildung von Zivilisationen. Beginn der ersten Einblicke in die Genetik

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