Entwicklungspsychologie

Wenn ein Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat, gilt es als "schulreif". Kommentiere dieses und andere Reifungskonzepte kritisch!

Begriff Schulreife basiert auf dem engen Entwicklungsbegriff

ABER: Kind ist nicht schulreif, WEIL es 6 Jahre alt ist, sondern weil mit diesem Alter in der Regel (also nicht bei allen, sondern durchschnittlichbetrachtet) bestimmte (kognitive, emotionale) Fähigkeiten einhergehen, die für die Anforderungen, die "Schule" stellt, grundlegend sind.

Diese Fähigkeiten sind nur zum Teil von der biologischen Reife (= Alter, hier im Sinne des engen Entwicklungsbegriffs) abhängig, sondern wahrscheinlich in stärkerem Maße von Umwelteinflüssen, die bei jedem Kind andere sind. Insofern ist nicht jedes Kind „automatisch“ mit 6 Jahren „schulreif“. Das gleiche gilt für die Volljährigkeit - hier zeigt sich auch ganz schön die Abhängigkeit der "Reife" vom gesellschaftlichen Kontext: bis in die 1970er Jahre war man mit 21 Jahren volljährig und dann von jetzt auf gleich mit 18 Jahren.

1) Alter erklärt nichts, aber die korrelierten Faktoren(bestimmte kognitive/emot. Fähigk.), die für Entwicklung verantwortlich sind 2) inter- und intraindividuelle Veränderungen INTERAGIEREN mit internen + externen Bedingungen (physische, Umwelt ...)

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