Internationales Privatrecht 1. Examen Karteikarten
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IPR, Rom I-VO

Form (Art. 11 Rom I-VO)

  • Alternative Anknüpfung dient der Vermeidung von Formunwirksamkeit im internationalen Verkehr mit teils ungewöhnlichen Formvorschriften (Telos).
  • 1) Grundsatz (Art. 11 I Rom I-VO)
    • Alternative Anknüpfung.
    • (+) Formerfordernis des Wirkungsstatuts (hier: Vertragsstatus) oder Formerfordernis des Ortsrecht, d.h. Ort, an dem Rechtsgeschäft vorgenommen wird.
  • 2) Distanzgeschäfte (Art. 11 II Rom I-VO)
    • Einhaltung eines der Ortsrechte reicht aus.
    • (+) "Günstigeres" Ortsrecht maßgeblich.
  • 3) Verbraucherverträge (Art. 11 IV Rom I-VO)
    • Maßgeblich ist allein Recht am gewöhnlichen Aufenthalt des Verbrauchers.
  • 4) Verpflichtungsgeschäfte über Immobilien (Art. 11 V Rom I-VO)
    • Formvorschriften des Lageorts mit int. Geltungsanspruch setzen sich durch.
    • Beachte: § 311b I 1 BGB besitzt keinen internationalen Geltungsanspruch, d.h. Ortsform ausreichend.
    • Beachte: Art. 11 IV EGBGB betrifft nur Verfügungsgeschäft.
      • Beachte: Bei Verweisungen von Art. 11 EGBGB handelt es sich entgegen Art. 4 EGBGB um Sachnormverweisungen zur Verwirklichung des durch die alternative Anknüpfung verfolgten Begünstigungszwecks (Telos).