Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 2

2.2 Gestaltpsychologie
 
Prägnanz

Gestaltpsychologen entdecken das Prägnanzprinzip: jeder Wahrnehmungseindruck ist durch eine hervorgehobene, deutliche oder einfach zu ralisierende Gestalt gekennzeichnet!
Diese Gestalt dominiert den Wahrnehmungseindruck, obwohl andere Gestalten möglich wären (jeweils ein Gesetz oder Prinzip dominiert!)
 
Beispiel: Figur-Grund-Gliederung (Vorder- & Hintergrund im Bild)
 
Bild
 
I.: Gesetz der guten Gestalt
IIa.: Gesetz der Ähnlichkeit
IIb.: Gesetz der Nähe
III.: Gesetz der guten Gestalt - "amodale Ergänzungen"; "Kanisza-Figuren"
 
 
Prägnanzprinzip & Gestaltgesetze manchmal kritisiert, weil sie keine Erklärung des Wahrnehmungseindrucks darstellen
⇒ Ansorge & Leder hierzu: ist Missverständnis! Das Prägnanzprinzip setzt die Tradition der Phänomenologen fort: Es erklärt die Wahrnehmung nicht, sondern es beschreibt ein hervorstehendes Charakteristikum der bewussten Wahrnehmung, welches erklärt werden muss
 
 

Diskussion