Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 5

5.3 Automatische und kontrollierte Verabeitung
 
Reasons Fehlertheorie

  • reizbedingte Fehler: beruhen auf der Tendenz eines Reizes, eine routinemäßige, gut geübte und für diese Reize daher typische Form von psychischer Verarbeitung anzuregen

  • assziationsbedingte Fehler: entstehen, wenn Assoziationen einen nicht-passenden Schritt der automatischen psychischen Verarbeitung hervorrufen
    Bsp: Schüler, der Lehrerin mit "Mutter" anspricht
    Fehler beruhen vermutl. auf der geringen Überwachung der Teilschritte von automatischer Verarbeitung
  • Auslassungen: Teilschritte der Verarbeiung werden manchmal unbemerkt ausgelassen
    Bsp: Suche nach geeignetem Zitat → lesen ganzer Textabschnitte, ohne sich den Inhalt zu vergegenwärtigen; Auslassungwird erst nach dem Lesen bemerkt
  • Perseverationen (Wiederholungen): Teilschritte der Verarbeitung werden manchamal unbemerkt wiederholt
    Bsp: unbeabsichtiges wiederholte Schreiben von Wörtern oder Buchstaben
    → als Konsequenz der geringen Überwachung

  • Beschreibungsfehler (description errors): fehlerhafte Verwendung von Gegenständen, die aufgrund einer oberflächlichen Merkmalsübereinstimmung, die Rolle der geeigneten Gegenstände während der routinemäßigen Verarbeitung übernehmen können
    Bsp: Verusch Wohnungstür mit Büroschlüssel zu öffnen
    → geringe Bewusstheit für die verwendeten Reize

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