Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 6

6.4 Die retino-geniculate Projektion und der Nucleus laterale
 
Funktion des LGN

Funktionen ergeben sich aus den LGN-Schichten und weitgehend aus ihren retinalen Afferenzen
 
  • Farb-, Form- und Oberflächenstruktursehen:
    P-Schicht & die mittleren K-Schicht-Projektionen zum primären visuellen Cortex
  • visuelles Orientierungs- und Bewegungssehen: M-Schicht Projektionen zum primären visueleln Cortex
    Ein Teil der K-Neurone projiziert direkt zur Area MT (medio-temporalen Region) des visuellen Cortex (Areal befasst sich mit der Verarbeitung visueller Bewegung). Verbindung dieser K-Zellen erfolgt nicht über den primären visuellen Cortex → möglicher Grund: Sparen von Verarbeitungszeit. Ersparnis dürfte zum Erfolg der Handlungssteuerung beitragen.
 
  • Rolle des LGN für visuelle Aufmerksamkeit: Vermutung: LGN kann durch die kortikalen Afferenzen auf bestimmte visuelle Daten voreingestellt werden. Ähnlich wie ein Filter könnte Voreinstellung die Weiterleitung spezifischer, verhaltensrelevanter visueller Daten schon früh während der Verarbeitung verstärken & irrelevante Daten dämpfen
  • Bewusstes Sehen: Haynes: Vermutung, dass due reziproken Verbindungen zwischen LGN und Cortex zum bewussten Sehen beitragen.
    Vpn wurden 2 Bilder gleichzeitig gezeigt (eines dem linken, anderes dem rechten Auge) → Augen in binokularer Rivalität: Zumeist dominiert nur ein Auge den bewussten Seheindruck.
    Aufzeichnung BOLD-Antworten im fMRT & Bericht der Vpn über Seheindruck
    → es zeigten sich gewahrseinsabhängige Veränderungen der BOLD Antwort im LGN, die durch den bewussten Seheindruck bedingt waren

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