Kognitions- und Emotionspsychologie II

6.5 Visuelle Verarbeitung im Cortex
 
Farbkonstanz

retinale Ganglienzellen können die Farbkonstanz nicht erklären!

Farbkonstanz:
Farbempfindung für einen farbigen Gegenstand ändert sich nicht bei der Beleuchtnung durch unterschliedlich farbige Lichter (zB Apfel immer grün)
 
Edwin Herbert Land (1909-1991):
RETINEX-Theorie (benannt nach Retina und Cortex):
Farbkonstanz ist auf die Subtraktion des auffallenden Umgebungslichtes zurückzuführen.

Nachweis: Doppel-Opponenten-Neurone (im V1) haben antagonistisch organisierte räumliche und antagonistisch organisierte farbliche RF.
Doppel-Opponenten-Neuron kann für die Anwesenheit von Grün iund die Abwesenheit von Blaum im räumlichen Zentrum des RF sensibel sein, und für die Abwesenheit von Grün und die Anwesenheit von Blau in der Peripherie. Zelle würde auf grüne Objekte im Zentrum des RF reagieren. Gleichzeitig würde eine solche Zelle blaues Licht im Zentrum und in der Peripherie des RF ausfiltern, da sie nicht auf dieses Licht reagiert:
Die Aktivierung der Zelle durch das blaue Licht in der Peripherie des RF würde nämlich durch Hemmung der Zelle durch blaues Licht im Zentrum des RF neutralisiert.
 
Zwei Voraussetzungen:
  • auffallendes Licht muss aus möglichst unterschiedlichen spektralen Bestandteilen zusammengesetzt sein
  • Das Objekt muss von diesem Licht umgeben sein.
 
 

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