Kognitions- und Emotionspsychologie II

Kapitel 9

9.3 Auditiver Sinn und Gedächtnis
 
Normalisierungsprozesse

Normalisierungsprozesse
= Grund, weshalb trotz objektiver Schwierigkeiten mit hoher Sicherheit wahrgenommen werden kann.
 
 
Annahme:
Wahrnehmender filtert beim Sprachverstehen die irrelevanten Variationen aus dem Signal aus & erhält so eine um die Variabilität bereinigte Version des Signals
→ Unterschiede zwischen verschiedenen Sprechern werden normalisiert
→ verschiedene Dialekte können verstanden werden
 
Top-Down-Prozesse in der Sprachwahrnehmung:
Wahrnehmung beruht nicht nur auf dem akustischen Reiz selbst, sondern ist ein aktiver Prozess der (vorwegnehmenden) Interpretation, indem der Wahrnehmende sinnvolle Fortsetzungen des bislang Gehörten antizipiert.
 
Normalisierungsprozesse setzen voraus, das der Zuhörer aus der Gesamtheit des akustischen Reizstromes einzelne Ereignisse heraushören kann. (Bsp: Cocktail-Party-Effekt)

Diskussion