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Verwaltungsvollstreckung
-> Gestrecktes Zwangsverfahren

I. EGL: § 55 I VwVG NRW bzw. § 50 I PolG NRW

II. Formelle RM
  1. Zuständigkeit
    = Vollzugsbehörde gem. § 56 VwVG
    (bzw. Polizei gem. §§ 1 ff. POG, 1 PolG).
  2. Verfahren:
    a) Anhörung
    gem. § 28 II Nr. 5 VwVfG nach pflichtgem. Ermessen entbehrlich
    b) Androhung
    § 63 VwVG NRW bzw. § 56 PolG NRW
  3. Festsetzung* (soweit ges. vorgesehen, z.B. in § 64 VwVG)
    NICHT in §§ 50 ff. PolG

III. Materielle RM
  1. allg. Vollstreckungs-VSS
    1. Vollzug einer Grd-Verf
      = befehlender VA = auf Vornahme einer Hdl, Duldung/ Unterlassen
      - VA muss bekannt gegeben worden sein (sonst unwirksam)
      → prob. bei Verkehrsschildern, wenn verdeckt/ erst nach dem Parken aufgestellt

    2. UnanfechtbarK d VA (§§ 70, 74 VwGO)
      oder R-Mittel haben keine aufschiebende Wirkung (§ 80 II VwGO)

    3. KEINE NichtigK (§ 43 III VwVfG)

      e.A.: auch RM des VAs prüfen
      ABER Gg-Arg aus Aufsatz, S. 277
      Ausnahme: Vollstreckung des nicht nichtigen, aber rw VAs ist im Einzelfall unverhältnism

    4. KEINE Vollstreckungshindernisse
      Bsp:
      - fehlende alleinige Verfügungsbefugnis über einen Ggst der Vollstreckung
      - Vollzugsziel ist erreicht (§ 65 III lit. a VwVfG)

  2. bes. Vollstreckungs-VSS
    1. Ersatzvornahme (§§ 59 I VwVfG, 52 I PolG):

      nur zur Durchsetzung vertretbarer Hdl mgl

    2. Zwangsgeld (§§ 60 VwVfG, 53 PolG)

      auch zur Durchsetzung von unvertretbaren Hdl (z.B.: Unterlassungen) mgl

    3. subsidiär: unmittelbarer Zwang (§§ 58 III 1, 62 I 1 VwVfG, 55 I 1 PolG)

      bes. VSS für Polizei: §§ 57ff. PolG

  3. VerhmK des Vollzugs (§§ 58 VwVG, 2 PolG)
    → evtl. RM der Grd-Verf prüfen
    (+) Vollzug einer rw Verf kann unangemessen. sein

  4. Ermessen

    evtl. Inzidentprüfung v. GR + anderen verf-r Vorgaben
    Vollzugsbehörde hat:
    -
    Entschließungsermessen, ob überhaupt zwangsweise vorgegangen werden soll,
    -
    Auswahlermessen bzgl. mehrerer in Betracht kommender Vollstreckungsadressaten,
    -
    Auswahlermessen bzgl. des Zwangsmittels,
    -
    Auswahlermessen darüber, in welcher Form sie das Zwangsmittel anwendet bzw. in
    welcher Höhe sie ein Zwangsgeld bemisst (§ 60 I 1 VwVG NRW: max. 100.000€)

  5. (ordnungsgem. Anwendung d. Zwangsmittels)
    -
    falls überhaupt relevant, häufig schon iRd VerhmK/ Ermessens geprüft
    ansonsten hier gesondert
    Bsp: wenn eingesetztes
    Zwangsmittel angedrohtes/ festgesetztes Zwangsmittel
    → § 65 I VwVG NRW: Zwangsmittel der Festsetzung gem. anwenden
    § 65 II 1 VwVG NRW:
    wenn Betr Widerstand gg die Ersatzvornahme/ den unmb. Zwang leistet
    → kann mit
    Gewalt gebrochen werden

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