Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

2/2 Bewertung der Arbeit

Korrelate der Arbeitszufriedenheit - Variablen des Commitmentmodells (Rusbult et al)

Zufriedenheit: ist hoch, wenn Belohnungen, Gewinne oder der Nutzen hoch und Kosten die in einer sozialen Beziehung zu tragen sind, gering sind 

Investition: bezieht sich auf alle Aufwendungen, die für eine Beziehung getätigt wurden (zB Zeit, aufgebrachte Energie, usw)

Alternativen: andere, potenzielle Beziehungen, die eingegangen werden können 
 
→ Je höher die Zufriedenheit und die getätigten Investitionen und je geringer die Alternativen, desto höher ist das betriebliche Commitment.

Das Modell erklärt demnach, dass Unzufriedenheit nicht zwingend zu Fluktuation führt.

Unzufriedene Mitarbeiter bleiben nach dem Modell etwa dann in der Organisation, wenn sie hohe Aufwände (Investitionen) getätigt haben, oder aber keine Alternative haben oder wahrnehmen.

Das Commitment-Modell kann hier den relativ geringen direkten Zusammenhang zwischen

Arbeitszufriedenheit und Fluktuation erklären. Organisationale Commitment bringt weitere Vorteile: Anstieg des Involvements und der Identifikation mit dem Betrieb.

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