Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Prädezisionale Phase - Wählen: Modell der Risikowahl - Schlussfolgerungen 

Analog zur Formel wird die Tendenz, Misserfolg zu vermeiden, formuliert.

Jede Aufgabe beinhaltet eine gewisse Erfolgs- und Misserfolgswahrscheinlichkeit, deren subjektive Erwartungen sich

spiegelbildlich zueinander verhalten.

→ Misserfolgsvermeider werden in Leistungssituationen eher vermeiden, außer bei externen Anreizen. Bei Zwang zur Erledigung einer Aufgaben werden solche Menschen entweder viel zu leichte oder aber viel zu schwere Aufgaben wählen

→ Erfolgsmotivierte wählen mittlere Schwierigkeitsgrade (Fähigkeiten werden für Erfolg verantwortlich gemacht).

Dieses Modell kann sehr gut in der Arbeitswelt umgesetzt werden: Erfolg wird demnach subjektiv definiert und Personen unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise an Leistungssituationen.
Während Personen mit Hoffnung auf Erfolg den Erfolg aktiv suchen, streben MA mit Furcht vor Misserfolg danach, den Misserfolg zu vermeiden.

Diese Erkenntnis ist bei Zielvereinbarungen in Mitarbeitergesprächen relevant.
Misserfolgsvermeider werden auf anspruchsvolle Aufgaben aufmerksam gemacht und gleichzeitig Realisierungsvorschläge aufgezeigt, damit die Misserfolgsangst vermindert wird. Systematische Rückmeldungen stärken das Selbstvertrauen.

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