Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Prädezisionale Phase - Wählen: Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie - Begriffsdefinitionen 

  • Valenz: ist der subjektive intrinsische Wert oder die Anziehungskraft von bestimmten Handlungsergebnissen (Geld, Lohn).
    Zu unterscheiden sind Valenzen von (1) Handlungen und (2) Handlungsergebnissen.
    → bestimmtes Ergebnis (zB besondere Arbeitsleistung), mag deshalb wertvoll erscheinen, weil ein weiteres Ergebnis (zB Lohnerhöhung) davon abhängt, welches als besonders wertvoll erlebt wird

  • Instrumentalität: meint die Verknüpfungsart der mehr oder weniger wertvollen Handlungsergebnisse. Z.B. könnte eine Person annehmen, eine qualitativ hervorragende Leistung würde mit Sicherheit zu einem hohen Lohn führen (+1) . Nachdem bestimmte Ergebnisse angenehme und auch unangenehme Folgen haben können, variiert die Instrumentalität von Ergebnissen von –1 bis +1.

  • Erwartung: bezieht sich auf die Beurteilung der Ausführbarkeit von Handlungen. Personen könnten meinen, ein bestimmtes Handlungsergebnis hätte ein wertvolles Ziel zur Folge (Lohnerhöhung, Beförderung). Allerdings bestehen die Befürchtungen, die Leistung nicht erbringen zu können. Die Erwartung variiert von unausführbar bis zu sicher ausführbar oder von 0 bis +1.
 
Beziehung zwischen den Größen: Erwartung = subjektive Wahrscheinlichkeit, das eine Handlung ausgeführt werden kann
→ Ein Hanldungsergebnis (Valenz j) kann in bestimmter Beziehung zu angestrebten Folgen dieses Ergebnisses (Valens k,...n) stehen 
zB unter Akkordbedingungen führen hohe Leistungen zu höherem Einkommen 
Aus der multiplakativen Verknüpfung zwischen Erwartung & errechneter Valens d. Handlungserbenisses ergibt sich ein Maß der Anstrengung, das über die Höhe des Anspruchsniveaus informiert

Diskussion