Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Prädezisionale Phase - Wählen: Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie - Prognose von Handlungen

In diesem Modell werden verschiedene Motivationsvariablen verknüpft. Anhand der folgenden Formel prognostiziert Vroom, welche Handlung eine Person wählt. Die Ergebnisse verschiedener Handlungen werden antizipiert und die Valenzen verschiedener Handlungsergebnisse errechnet. Handelt es z. B. um verschiedenen Arbeitstätigkeiten, dann

kann auf diesem Wege die Präferenz für eine bestimmte Tätigkeit ermittelt werden. Ganz im Sinne des Modells der Nutzenmaximierung sollte die Tätigkeit mit der höchsten Valenz gewählt werden.

Eine weitere Info und zwar die Erwartung, dass eine Handlung zu dem erwünschten Handlungsergebnis führt, muss berücksichtigt werden. Aus der multiplikativen Verknüpfung zw. Erwartung und errechneter Valenz des Handlungsergebnisses ergibt sich ein Maß der Anstrengung, das als „Kraft“ (F) übersetzt wird und über die Höhe des Anspruchsniveaus Auskunft gibt.

→ hohes Anspruchsniveau wird gewählt, wenn ein Handlungsergebnis eine hohe Valens aufweist & die subj. Wahrscheinlichkeit die Handlung auszuführen  ebenfalls hoch ist 

→ Handlung wird unterlassen, wenn kein Zusammenhang zwischen hoher Anstrengung und beliebig hoch geschätzten Handlungsergebnissen wahrgenommen wird (Erwartung = 0)

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