Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Prädezisionale Phase - Wählen: Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie - Formeln

 
Setzt man beispielsweise Lohn als Motivationsanreiz für hohe Arbeitsleistung ein, muss sichergestellt werden, dass Arbeitskräfte Geld besonders hoch schätzen.
 
Nach Vroom müsste dann ein Motivationsprozess ablaufen, der anhand der Formel 1 und 2 beschrieben werden

kann:

Die Valenz des Handlungsergebnisses Vj (bsp. hohe Leistung) ist eine Funktion des Wertes der k Handlungsergebnisfolgen Vk (bspw. höherer Lohn, Anerkennung, gesundheitliches Risiko), multipliziert mit den wahrgenommenen Instrumentalitäten des Handlungsergebnisses Vj zur Realisierung der k Handlungsergebnisfolgen Vk. Je wahrscheinlicher eine Leistung zu einer Lohnerhöhung führt, Lob einbringt etc. und je wertvoller ein hoher Lohn oder Lob sind, und je geringer negativ bewertete Folgen sind, um so wertvoller erscheint eine hohe Leistung (Formel 1).

Eine hohe Leistung könnte aber schwer zu erbringen sein und nicht nur von der Anstrengung, sondern auch von bestimmten Fähigkeiten und situativen Umständen abhängen.
Das Bestreben, die Anstrengung oder die Motivation Fi, eine hohe Leistung zu erbringen, ist umso höher, je wertvoller das Handlungsergebnis Vj erscheint und je größer die subjektive Erwartung Eij ist, die Leistung aufgrund der Handlung und der verschiedenen Voraussetzungen, Fähigkeiten und situativen Umstände auch erbringen zu können (Formel 2)

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