Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Aktionale Phase: Handeln & Kontrolle: Ausführungskontrolle: Theorie der Selbstregulation - Selbstregulation

Subfunktionen der Selbstregulation: 
  1. Selbstbeobachtung: muss zuverlässig und konsistent sein. Bei guter Selbstbeobachtung (Selbstdiagnose, Erkennen der Tendenzen der Selbstmotivation) kann Handeln besser kontrolliert werden.

  2. Selbstbewertung: Vergleich des Beobachteten mit persönlichen Standards oder Zielen (führt zu Beibehaltung oder Abbruch der Handlung), die nach Bandura (1986) auf Basis von 3 Infoquellen aktiv (!) entwickelt werden:
    - Direkte Erfahrung: Beobachtung von Reaktionen, die wichtige  
      Personen über das Verhalten des Betreffenden gemacht haben
    - Stellvertretende Erfahrung: Beobachtung d. Verhaltens anderer in
      vergleichbaren Situationen
    Instruktion: direkte Vermittlung von Standards im Rahmen von
      Trainings

  3. Selbstreaktion: Selbstverstärkung durch Belohnung oder Bestrafung.
⇒ Selbstregulation kann durch Bewusstmachen bestehender persönlicher Standards & durch explizite Zielsetzungen verbessert werden 

→ Techniken zur Verbesserung der Selbstregulation können unter ‚Selbstmanagement’ zusammengefasst werden. 

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