Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

3/3 Prozesstheorien

Postaktionale Phase: Bewertung - Gerechtigkeit - Verteilungsgerechtigkeit - Homans & Adams

Homans (1961) entwickelte ein Konzept, das unter der Maxime ‚Gibst du mir – geb ich dir“ steht.
 
In der betrieblichen Praxis stellt sich die Frage, ob der Lohn für die eigene Leistung dem Lohn anderer für deren Leistung entspricht → Bewertung aufgrund individueller Maßstäbe

Adams (1965) beschreibt in seiner Equity-Theory Vergleichsprozesse zwischen eigenen Beiträgen und Ergebnissen mit Beiträgen und Ergebnissen anderer.
Löhne etwa werden mit Löhnen anderer für gleiche Leistungen verglichen.
Der Vergleich kann zu Konkordanz oder Diskordanz führen.
→ Diskordanz, Ungerechtigkeit und in der Folge Unbehagen wird aber auch erlebt, wenn man selbst für gleiche Leistungen mehr bezahlt

bekommt(!!).

→ Insgesamt: eine proportionale, dem eigene Input und dem anderer Personen im Verhältnis entsprechende Gewinnverteilung / Bezahlung wird bevorzugt 
→ Überbezahlung scheint zu etwas geringerer Zufriedenheit zu führen als gerechte Entlohnung
→ Unterbezahlung führst zu Ärgernis/Frustrationsgefühlen & Unzufriedenheit 

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