Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

4/2 Fokus Persönlichkeit: Eigenschaftenansätze

Eigenschaftsansätze allgemein

Eigenschaftsansätze waren die frühesten Ansätze in der Führungsforschung, ihr Beginn kann mit den ‚great-man’ Theorien um 1900 gesetzt werden.
→ Es bestand die Annahme, dass Führungspersönlichkeiten über angeborene Eigenschaften verfügen, die sie von anderen

unterscheiden (körperliche Eigenschaften, Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten).

Ziel des Eigenschaftsansatzes war, eine möglichst hohe Korrelation zwischen Personenmerkmalen und Führungserfolg zu finden, wie etwa für folgende (Zusammenhänge mit Erfolg hier nachgewiesen):

  • ein hohes Potential an mentaler und körperlicher Energie sowie Stresstoleranz
  • Selbstvertrauen
  • Innere Kontrollorientierung
  • Emotionale Reife
  • Integrität
  • Bedürfnis nach Macht, welches aber den gemeinsam gesetzten Zielen der O nützt (nicht eigenem Machtbedürfnis) 
  • Hohe Leistungsmotivation
  • Eher geringe Ausprägung des Affiliationsbedürfnisses
 
Kritik: Der Ansatz, dass Eigenschaften der Personen in Führungspositionen den Führungserfolg wesentlich beeinflussen, gilt als überholt 

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