Kirchler: Arbeits- & Organisationspsychologie

4/1 Aspekte d. Führungsforschung

Einteilung der Ansätze in der Führungsforschung 

 
Universelle Führungsansätze (universal approach) basieren auf der Annahme, dass Führungsqualitäten und -verhalten universell gültig, also von der Situation unabhängig, sind.

Kontingenzansätze (contingency approach) gehen davon aus, dass je nach situativen Gegebenheiten unterschiedliche Charakteristika wirksam werden. (Situative Theorien: Person des Führenden & jeweilige Situation sind aufeinander abgestimmt) 

Persönlichkeitsansätze (trait approach) gehen von stabilen Persönlichkeitsmerkmalen aus, die den Führungserfolg beeinflussen.

Verhaltensansätze (behaviour approach) legen ihren Schwerpunkt auf beobachtbares Verhalten von Führenden – welche Handlungen eine Führungsperson setzt und die Konsequenzen. (Frage nach Eigenschaften tritt in den Hintergrund)

→ Yukl: relevante Unterscheidungen von den Führungsansätzen sollen anhand jener Variablen vorgenommen werden, die in verschiedenen Ansätzen jeweils am meisten betont werden 

→ um Führungserfolg zu verstehen, ist es sinnvoll sich mit
a) den Merkmalen der Führungskraft 
b) Merkmalen der Geführten 
c) Merkmalen der Situation auseinanderzusetzen 


Eine weitere Bedeutung hat auch der Macht-Einfluss-Ansatz (= Einfluss der Manager auf MA mithilfe best. Taktiken).

→ Neuere, integrative Ansätze versuchen Erkenntnisse aus anderen Perspektiven zu integrieren; legen wert auf die Analyse von Prozessen 
zB Forschungen zu charismatischer und transformationaler Führung 

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