MM5 - Bildung

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Struktur von Bildungssystemen als Analysefokus der Makroebene
Allgemein, strukturelle Unterscheidung, Reihenfolge

  • in Struktur spiegeln sich kulturelle Einflüsse wieder
  • Beschreibung durch verschiedene Merkmale möglich, z. B.
    • Untergliederung im Bildungssystem
    • Umfang der Pflichtschulzeit
    • politische Entscheidungsstruktur (zentralistisch vs. föderalistisch)
    • finanzielle Ressourcen
    • Verknüpfung von schulischem und außerschulischem Lernen
  • Unterschiede lassen länderübergreifend sich als UV in Erklärungsmodelle für Lernstile von Schülern & Unterrichtspraktiken von Lehrpersonen einführen
    -> system level indicators

  • strukturelle Unterschiede zwischen Ländern können auf 3 Ebenen von Bildungsprozessen lokalisiert werden:
    • formale Bildungsangebote
      auf bestimmte Abschlüsse ausgerichtetes Lernen in Bildungsgängen formaler Institutionen des Bildungssystems, z.B. Schule
    • non-formale Bildungsangebote
      = freiwilliger Besuch von organisierten Bildungsangeboten, z. B. im Verein
    • informelle Bildungsangebote
      = Lernen im Alltag, z. B. in der Familie
  • analysiert werden können
    • welche Angebote in welchen Strukturen durch welche Institutionen auf welchen Ebene
    • welche Verknüpfung der Lernumgebungen = Reihenfolge
      • diachrone Lernumgebung: feste Reihenfolge
        = gegeben, wenn Bildungssysteme sequenziell aufgebaut sind + Bildungsstufen aufeinander folgen
        -> erfolgreiches Absolvieren der Bildungsprozesse vorangegangener Lernumgebungen = Voraussetzung für Eintritt in folgende Lernumgebung
      • synchrone Lernumgebung: gleichzeitig möglich
        = liegen vor, wenn Bildungsprozesse gleichzeitig in formalen, non-formalen und/oder informellen Lernumgebungen erfolgen
        -> Lernen findet z.B. zeitlich parallel in Schule + in Jugendinstitutionen (Jugendhilfe) bzw. in informellem Rahmen (Familie, Freundeskreis) statt

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