BiologischePsychology

Nervenleitung und synaptische Übertragung

Bitte beschrieben Sie die Generierung und Weiterleitung von postsynaptischen Potentialen!

Aktive Neurone setzen an ihren Endköpfchen  Neurotransmitter  (chemische Verbindungen) frei,  die durch den  synaptischen  Spalt  diffundieren und  an spezialisierten Rezeptormolekülen  an  der  postsynaptischen Membran  eines  folgenden  Neurons  andocken.


Eine solche Bindung eines  Neurotransmitters  mit  einem  Rezeptor  hat  im  Folge-Neuron  eine von zwei  Wirkungen,  abhängig  von:

1.  der  Struktur  des  Neurotransmitters  und

2.  der  Art  des  Rezeptors


Sie können  die postsynaptiche Membran  (Folge-Neuron)  depolarisieren  (d.h.  das Ruhemembranpotential  von  -70mV  wird herabgesetzt;  zb auf  -67mV)  oder hyperpolarisieren  (d.h.  das  Ruhemembranpotential  von  -70mV  wird angehoben;  zb auf  75mV)


Eine postsynaptische Depolarisation wird als  Exzitatiorisches  Postsynaptisches  Potential (EPSP)  bezeichnet,  weil  sie die Feuerwahrscheinlichkeit  im  entsprechenden Neuron  erhöht.


Eine postsynaptische Hyperpolarisation  wird  als  Inhibitorisches  Postsynaptisches Potential  (IPSP)  bezeichnet,  weil  sie die Feuerwahrscheinlichkeit  im  entsprechenden Neuron verringert.   Sowohl  EPSP  als  auch IPSP  sind graduelle (abgestufte)  Reaktionen.  Das  bedeutet,  dass sich ihre Amplituden proportional  zur  Intensität  der  Signale sind,  die sie  auslösen (schwache Signale lösen  kleine PSPe aus  und  starke  Signale lösen  große  PSPe aus).   Sie breiten sich  im  Zellkörper  des  Folge-Neurons  elektrotonisch  (passiv)  aus.


Dementsprechend weist  die Übertragung  der  PSPe 2 Merkmale auf:

  PSPe werden schnell  übertragen  (beinahe unverzögert)

   PSPe werden mit  der  Distanz  schwächer Die Amplitude der  PSPes  nimmt  ab,  während sie  über  das  Neuron  wandern.   


Die Amplitude der  PSPes  nimmt  ab,  während sie  über  das  Neuron  wandern.   

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