Statistik 2017/2018

Statistische Inferenz

Wir hätten beim Vergleich zweier Stichprobenergebnisse gerne eine
Irrtumswahrscheinlichkeit von ∝ = 5% und eine Power von 1 - ß = 80%.
a) Was benötigt man, um den nötigen Stichprobenumfang zu berechnen?
b) Welche zwei Möglichkeiten zur Bestimmung der Effektstärke gibt es da?
(3 Antworten)

  • Von den 4 Größen, Irrtumswahrscheinlichkeit, Power, Effektstärke (D) und Stichprobenumfang kann man eine aus den anderen dreien errechnen. Legt man und Power (1-ß) fest und kennt man die Effektstärke, so kann man den notwendigen Stichprobenumfang errechnen.
  • Möglichkeit 1 ist, dass man die Effektstärke aus Vorstudien kennt, wobei D bei quantitativen Daten der Abstand der beiden Gruppen gemessen in Standardeinheiten ist. Anschaulich: Wenn der Mittelwertunterschied 3 Punkte und die Standardabweichung 6 Punkte beträgt, dann macht der Unterschied eine halbe Standardabweichung aus – die Effektstärke ist dann 0,5. Die Effektstärke D kann man aus den beiden Mittelwerte x1 , x2 plus den Varianzen berechnen (Achtung: Formel siehe Skript)
  • Möglichkeit 2: Wenn man die Effektstärke D nicht kennt, ist es üblich festzulegen, wie groß diese mindestens sein muss, damit man den Effekt als relevant erachtet.
    Beispiel: Man kann beschließen „Wenn das Medikament die Heilungsdauer nicht durchschnittlich um mindestens einen Tag verringert, ist das irrelevant“
    (Gleichbedeutend mit Mittelwerte x1 - x2 > 1 Tag; Achtung: siehe Skript).

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