MM3 Klausurfragen ab WS 16/17

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Welche Aussagen zum Modell der Ressourcenerhaltung (model of conservation of resources, COR) sind richtig?
 
A Es entstand aus Hobfolls Kritik am transaktionalen Stressmodell, das Hobfoll als tautologisch, dabei zu simpel und empirisch nicht testbar bewertete.
B Hobfoll definiert Stress als Reaktion auf die Umwelt, in der a) der Verlust von Ressourcen droht, b) der tatsächliche Verlust von Ressourcen eintritt oder c) der adäquate Zugewinn von Ressourcen nach einer Ressourceninvestition ausbleibt.
C Dabei werden nur die wahrgenommene, nicht die objektiven Verlust von Ressourcen bzw. Mangel an Ressourcenzugewinn als suffiziente Stressauslöser angesehen.
D Er unterscheidet:
1. Objektressourcen, wie Kleidung, ein Auto oder ein Haus,
2. Persönliche Charakteristika, die Stressresistenz fördern sind beispielsweise - Selbstwirksamkeit, Optimismus Autonomie und soziale Fertigkeiten
3. Bedingungsressourcen wie die Beteiligung an Entscheidungsprozessen, Familienstand, Arbeitsplatzsicherheit
4. Energieressourcen sind Wissen, Zeit und Geld.
 
E Durch den individuell unterschiedlichen Ressourcenpool (Art und Menge an Ressourcen) der Menschen erklärt er ihre unterschiedliche Vulnerabilität.
F Buchwald, 2002 unterscheidet Eustress und Distress in seinem Model der Ressourcenerhaltung mit Gewinn- und Verlustspirale
G Das Modell der Ressourcenerhaltung distanziert sich vom Prinzip der Homöostase.

BEFG
 
zu A: alternatives Stressmodell von Hobfoll -> Modell der Ressourcenerhaltung
Kritik von Hobfoll: tautologisch, komplex und empirisch nicht testbar
zu C: die wahrgenommenen und tatsächlichen (nicht objektiven)
zu D: 1. richtig
          2. Selbstwirksamkeit, Optimismus, soziale    Fertigkeiten
-> Autonomie gehört zu Bedingungsressourcen
          3. Autonomie, Beteiligung an Entscheidungsprozessen, Familienstand und Arbeitsplatzsicherheit
         4. Energieressourcen: Wissen, Zeit, Geld
 
zu G: er distanziert sich von dem Modell, da er postuliert, dass bei gleichem Ausmaß an Ressourcenverlusten und -gewinnen die Verluste die stärkeren Auswirkungen haben
 
SB, ab S. 18

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