Gutachten

Bei Beschwerdenvalidierung werden spezifische und unspezifische Tests eingesetzt. Nennen Sie jeweils ein Beispiel dafür, erklären Sie das methodische Vorgehen und erläutern Sie das Grundprinzip der Auswertung.

unspezifischer BVT: Rey Fifteen Item Test (FIT)
  • Dem Probanden wird eine Abbildung mit 5 Zeilen mit Sequenzen von jeweils drei Zeichen (Buchstaben, Zahlen, Symbole) präsentiert, die ein semantisches Konzept repräsentieren. Er wird aufgefordert, direkt oder nach Verzögerung so viele Zeichen wie möglich zu reproduzieren.
  • Bei der Auswertung ergibt sich der Leistungswert aus der Anzahl richtig reproduzierter Zeichen.

 

spezifischer BVT: Word Memory Test (WMT)

  • Prüfung von Leistungsmotivation und Gedächtnisfunktionen anhand des Prinzips der verdeckten Leichtigkeit
  • 2 Lerndurchgänge: Präsentation von 20 Wortpaaren mit assoziativ verknüpften alltagsnahen Inhalten, z.B. Tasse – Kaffee
  • 6 Abrufdurchgänge:
  • unmittelbare Wiedererkennung (Alternativenauswahl: Proband soll unter jeweils zwei möglichen Antworten  (z.B.  Tasse  –  Henkel)  diejenige heraussuchen, die zur Lernliste gehörte)
  • verzögerte Wiedererkennung
  • Mehrfachwahltest (Auswahl zwischen mehreren Antwortalternativen)
  • Paarassoziation (passendes Wort finden: Tasse – ?)
  • verzögerter freier Abruf
  • stark verzögerter freier Abruf
  • Auswertung anhand der Erstellung eines individuellen Leistungsprofils über alle Wörter hinweg: Analyse behaltener, reproduzierter vs. behaltener, aber nicht genannter Items
  • Gesunde und klinische Probanden können hohe Werte in den Motivationsvariablen erzielen und insgesamt unauffällige Ergebnisse im gesamten Test.
  • Simulanten können entlarvt werden (geringe Motivationswerte, kein authentisches Leistungsprofil)

Diskussion