WS2016/17 Lernen & Denken

Erläutern Sie bitte die Begriffe „Kontiguität“ und „Kontingenz“ in der Konditionierungsforschung.

 Beim klassischen und operanten Konditionieren hängt die Stärke des Lernens von der räumlichen und zeitlichen Nähe der Ereignisse (Kontiguität) ab -> wichtiger Prädiktor für den Lernerfolg  Determiniert wird die Stärke des Lernens vor allem durch die Kontingenz der Ereignisse (starke Verbundenheit zweier Ereignisse)-> dadurch, inwiefern der CS den US vorhersagt oder die Reaktion die Konsequenz Klassisches Konditionieren -> Die Kontingenz (zwischen CS und US) ist die Differenz der Wahrscheinlichkeit ΔPP (US tritt auf, wenn CS erschienen ist) KontiguitätP (US tritt auf, wenn CS nicht erschienen ist) Basisrate von US ΔP= P(USICS) - P(US¬CS)  ΔP kann Werte zwischen -1 und 1 annehmenWenn -1, so tritt der US niemals nach dem CS auf (bei gleichzeitig hoher Basisrate des US)Wenn 1, so tritt der US nur auf, wenn der CS erschienen ist Stimulus- Stimulus Assoziationen führen dazu, dass die Darbietung des CS den US erwarten lässt! Beispiel: LidschlussreflexCS-> Licht  US-> Luftstoß   ->CR (Lidschluss)  Operantes Konditionieren -> Kontingenz zwischen Reaktion und Konsequenz Response- Outcome Learning (Wassermann, 1993)Probanden konnten Tasten drücken (Reaktion), und als Konsequenz ging ein Licht an (Licht= Verstärker, der der Reaktion folgt)Licht-> Outcome   Tastendrücken-> Response ->jedoch konnte auch gleichzeitig das Licht angehen, ohne dass der Proband die Taste drückte P(OIR) und P(O¬R) Reaktions- Kosequenz Assoziationen führen dazu, dass nach der Ausführung einer Reaktion ein bestimmter Stimulus, der eben typischerweise dieser Reaktion folgt, erwartet wird!Positive vs. negative Konsequenzen, die eintreten bzw. ausbleiben= Verstärkung bzw. Bestrafung

Diskussion