WS2016/17 Lernen & Denken

Bitte erklären Sie das Grundprinzip des Rescorla-Wagner Modells.

→ Grundlage des Modells ist die Annahme, dass Lernen (Konditionierung) nur dann stattfindet, wenn ein Ereignis überraschend eintritt → Das Modell geht davon aus, dass die Assoziation zwischen CS und US (oder zwischen Reaktion und Konsequenz beim operanten Konditionieren) ansteigt, wenn CS und US gemeinsam auftreten Rescorla-Wagner Modell (1972) nimmt an, dass Lernen in Bildung von Assoziationen zwischen Repräsentationen von CS & US besteht→ Die Fähigkeit des CS, die US-Repräsentation zu aktivieren und damit die CR auszulösen, hängt von der Stärke der CS-US Assoziation ab   Grundannahme• Häufigkeit der CR ist empirischer Ausdruck der (hypothetischen) Assoziationsstärke → Assoziatives Lernen als Funktion der Lerndurchgänge→ Löschung: Der CS wird wiederholt ohne den US dargebotenΔV= α (λ - V) V= Assoziationsstärke (CS-US bzw. R-O)Δ= Veränderung der Assoziationsstärkeα= Lernrateλ= Lambda: maximale Assoziationsstärke Zuwachs der Assoziationsstärke als Folge eines Lerndurchgangs ist proportional zur Differenz von maximaler und aktueller Assoziationsstärke, gewichtet mit Lernrate - Assoziative Stärke wächst mit der Anzahl der Lerndurchgänge bis zu einer theoretisch maximal möglichen Stärke- Zuwachs an Stärke wird schwächer, je stärker die Assoziation bereits ist (d.h. je kleiner die Differenz zwischen der bereits bestehenden und der theoretisch maximalen Stärke ist)- Lernen findet in dem Maß statt, in dem die vorhergesagte und die tatsächliche Stärke des US voneinander abweichen (λ-V)

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