Angewandte biometrische Systeme

Erläutern Sie die Grundidee erneuerbarer biometrischer Templates. Welche grundsätzlichen Ansätze zur Erzeugung erneuerbarer biometrischer Templates sind Ihnen bekannt?

Erneuerbare biometrische Templates sind eine bedeutende Maßnahmen zur Wahrung der Privatsphäre eines Benutzers durch Vermeidung unerwünschter Verknüpfungen über Datenbanken hinweg. Sie werden durch Diversifikation im Erstellungsprozess erzeugt und erlauben das Generieren mehrerer unterschiedlicher Templates, die alle aus einem Merkmal abgeleitet wurden (Template-Protection-Verfahren). Die Transformation von biometrischen Templates in geschützte Templates (Referenzen) erfolgt mit Hilfe einer Einweg-Funktion, sodass eine Rekonstruktion des ursprünglichen Samples unmöglich wird. Somit erlauben Referenzen, die in unterschiedlichen Anwendungen für eine
betroffene Person gespeichert werden, keinerlei Querbezüge zwischen den Anwendungen und geben keine unerwünschte Information über die betroffene Person preis.

Um die Verkettung von Templates über unterschiedliche Applikationen und Datenbanken hinweg zu verhindern, gibt es verschiedene Ansätze:
 
  • Verschlüsselung der Referenz mittels unabhängiger und systemspezifischer Schlüssel
  • Verwendung von Pseudonymous Identifiers (PI)
  • Verteilte Speicherung von Identitäten und biometrischen Referenzen bzw. verteilte
    Speicherung von PI und Auxiliary Data (A)D bei erneuerbaren Referenzen.

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