Angewandte biometrische Systeme

Was versteht man unter biometrischen Kryptosystemen?

Sie wurden ursprünglich entwickelt, um einen kryptographischen Schlüssel mittels biometrischer Merkmale zu sichern oder direkt aus einem biometrischen Merkmal einen kryptographischen Schlüssel zu generieren. Um die Schlüsselgenerierung zu erleichtern, werden einige öffentliche Informationen über die biometrischen Merkmale während der Registrierung in der Datenbank gespeichert. Diese öffentlichen Informationen werden in der Regel als Hilfsdaten bezeichnet.

Mit Hilfe dieser Daten wird später aus dem zur Authentifizierung vorgelegten Vergleichsmerkmal ein Schlüssel berechnet und auf Korrektheit geprüft. Der Schlüssel kann beim Enrolment entweder aus den Merkmalsdaten berechnet, oder zufällig erzeugt und mit den Merkmalsdaten zu den Hilfsdaten verknüpft worden sein. Der Schlüssel selbst wird nicht gespeichert und muss auch zur Authentisierung nicht a priori vorliegen. Um die Korrektheit des Schlüssels prüfen zu können, wird als Referenz dessen Hashwert hinterlegt.

Biometrische Kryptosysteme basieren meist auf allgemeinen mathematischen Verfahren zur fehlertoleranten Authentisierung, die dann auf verschiedene biometrische Charakteristiken angewendet werden können. Die Fähigkeit eines biometrischen Kryptosystems, Intra-User-Variationen zu verarbeiten, hängt von der Menge Hilfsdaten ab, die zur Fehlerkorrektur verwendet werden. Mehr Hilfsdaten führen in der Regel zu einer höheren Fehlertoleranz und damit zu einer höheren Schlüsselstabilität.

Diskussion