Soziologie GS

Soziales Handeln

Idealtypen des sozialen Handelns nach Max Weber

= verständliche Beschreibungen von "reinen" Handlungstypen. In der Realität häufig Mischformen
 
1. wertrational: Handeln aufgrund ethischer, religiöser Überzeugung ohne Rücksicht auf Erfolg (ethische, moralische, religiöse, fanatische Orientierung),
Delikte: Ehrenmord, Sterbehilfe, PO-MO-Kriminalität
MA-Verhalten: Polizist lehnt Bestechung ab
2. zweckrational: Abwägung von Vor- und Nachteilen nach Ökonomie und Effizienz (Kosten-Nutzen-Analyse, wirtschaftl. Überlegungen)
Delikte: Einbruchsdiebstahl, Steuerhinterziehung, Betrug
MA-Verhalten: MA verfolgt 316 StGB um Karriere zu machen, erfüllt Vorgaben in der Hoffnung auf bessere Beurteilung
3. affektiv: starke aktuelle Gefühle bestimmen das Handeln (gefühlsorientiert, aus dem Bauch heraus),
Delikte: Häusliche Gewalt, KV-Delikte, Totschlag, Sexualdelikte
MA-Verhalten: z.B. Polizist schlägt Demonstranten, der ihn anspuckt, 
4. Traditional: Handlung aufgrund erlernten Verhaltens (aus der Gewohnheit heraus),
Delikte: Maibaumklau, Trunkenheitsfahrt nach Kneipenbesuch, KV nach Fußballspiel
MA-Verhalten: Weißwurstfrühstück jeden Freitag bei K2, Brotzeit als Einstand, Vorgehensweise bei Personenkontrollen

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