VU Gesundheitspsychologie

1. Einführung

Abgrenzung zu Klinischer Psychologie, Psychiatrie, Konsultationspsychiatrie & Psychosomatik 

  • Klinische Psychologie: Erforschung von Ursachen

    und effektiven Behandlungsstrategien psychischer Störungen, z. B. Phobien, Depression, Substanzmittelmissbrauch etc.
    → viele Schnittstellen in den kognitiven Depressions- und Angsttheorien sowie den daraus abgeleiteten verhaltenstherapeutischen Interventionen 

  • Psychiatrie: Beschäftigung ebenfalls psychische Störungen; aber breiteres Behandlungskonzept (als bei Klinischer)
    Neben der Pharmakotherapie und sozialtherapeutischen Maßnahmen wird ebenfalls Psychotherapie – wenn auch oft nur mit geringerem Gewicht – angewandt.
    Grundvoraussetzung: Medizinstudium, die Facharztausbildung erfordert zusätzlich eine psychotherapeutische Weiterbildung

  • Konsultationspsychiatrie:  Subdisziplin innerhalb der

    psychiatrischen Versorgung
    → Aufgabe: Versorgung somatisch kranker Patienten, bei denen psychische Probleme bekannt sind oder auffällig werden, die entweder in direktem Zusammenhang mit der Genese der somatischen Erkrankung vermutetet werden oder als Folge davon auftreten
    → werden herangezogen, um Differenzialdiagnosen zu stellen & spez. Behandlung der psychischen Probleme vorzuschlagen

  • Psychosomatik: Zweig der Medizin, beschäftigt sich in

    Forschung und Klinik ebenfalls mit der Verbindung biologischer, psychologischer und sozialer Determinanten von Krankheit
    → "holistischer" Ansatz bei Therapie; Annahme, dass nur konsequent multikausale (körperliche & psychische Faktoren betreffende) Betrachtungsweise der Erklärung & Entstehung von Krankheit gerecht wird
    → Forschung: größerer Schwerpunkt auf Schnittstellenmechanismen, die Erleben & Verhalten in physiologische Reaktionen übersetzen 

Diskussion