VU Gesundheitspsychologie

5. Soziale Unterstützung und Gesundheit

Neuroendokrine Informationsübermittler & die Stationen ihrer Freisetzung - Endorphine, Stress & soziale Unterstützung 

Endorphine, Stress und soziale Unterstützung:
endogene Endorphine = weitere Gruppe von Neuropeptiden, die im Zusammenhang mit sozialer Unterstützung unter Stress diskutiert werden

→ bei positiven Sozialkontakten werden auch endogene Endorphine freigesetzt.
Darüber hinaus regulieren Endorphine und Opioide Trennungsschmerz bei Isolation von wichtigen sozialen Bezügen, wie sich im Tiermodell gezeigt hat 


⇒ Endorphine zeigten einen physiologisch nachgewiesenen stressregulativen Effekt auf den Organismus.

Die Ausschüttung von Endorphinen bewirkt, dass die sympathische Erregung herunter- und die parasympathische Erregung heraufreguliert wird, was die physiologische Stressreaktion eindämmt.

Panksepp (1998): unterschiedliche Hinweise auf seine brain opioid theory of social attachment (übers. etwa: „Opioid-Bindungstheorie“) in Tierstudien: 

  1. Positiver Sozialkontakt fördert die Ausschüttung von endogenen Endorphinen.
  2. Körpereigene Opioide regulieren Stressreaktionen auf soziale Verlust- oder Trennungssituationen
  3. Endorphinausschüttungen agieren als positive Verstärker und binden via Konditionierung Geruchs- und Ortspräferenzen an sich.
  4. Niedrige Niveaus von endogenen Opioiden können das Aufsuchen sozialer Kontakte initiieren.
 Zusammenfassend deutet viel darauf hin, dass Endorphine das Sozialleben mitsteuern und helfen, mit sozialen Verlusten klarzukommen

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