Innere PJ

Stents und ihre Antikoagulation

Bare metal Stent (BMS)
  • Die freiliegende Stentoberfläche wird postinterventionell vom angrenzenden Endothel überwuchert
    • Vorteil: Exposition zum thrombogenen Fremdmaterial wird beendet → Risiko einer Stent-Thrombose wird gesenkt
      • Einsatz z.B. bei Niereninsuffizienz oder wenn duale Thrombozytenaggregationshemmung nur kurzfristig tolerierbar ist (hohes Blutungsrisiko, zeitnahe Operation)
    • Nachteil: Im Verlauf Entstehung einer Einengung des Lumens durch Intimahyperplasie → Restenose
  • Medikamentöse Weiterbehandlung: Duale Thrombozytenaggregationshemmung (ASS 100 mg/d + Ticagrelor 90 mg 2×/d) für einen Monat, anschließend ASS (100 mg/d) lebenslang
  • Drug eluting Stent (DES)
    • Stent mit Beschichtung antiproliferativer Substanzen (Immunsuppressiva, Zytostatika)
      • Vorteil: Beschichtung verhindert eine übermäßige Intimahyperplasie → Risiko einer (In‑)Stent-Restenose wird gesenkt
        • Einsatz bei hohem Risiko einer Restenose (z.B. Diabetiker, Z.n. Restenose)
      • Nachteil: Verzögerte Endothelialisierung → Anhaltende Thrombogenität → Gefahr einer (sub‑)akuten (In‑)Stent-Thrombose erhöht → Myokardinfarkt
    • Medikamentöse Weiterbehandlung: Duale Thrombozytenaggregationshemmung (ASS 100 mg/d + Ticagrelor 90 mg 2×/d für 3–12 Monate, anschließend ASS (100 mg/d) lebenslang

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