VU Gesundheitspsychologie

6. Mind-Body-Interaktionen: Wie beeinflussen psychische Faktoren die Gesundheit?

Kortisol & HHN-Achse - defizitäre Rückkopplung 

Defizitäre Rückkoppelungsmechanismen in der HHN-Achse
  • erhöhte oder zu niedrige Basis-Kortisolwerte
  • erhöhte oder zu niedrige Kortisolwerte in Reaktion auf akute Stressoren


→ wurden mit der Entstehung unterschiedlichster Erkrankungen, wie etwa Depression, Angsterkrankungen, Krebs oder Neurodermitis in Verbindung gebracht.

Überaktivität: Depression, Angsterkrankungen und Krebs sind mit einer Überaktivität der HHN-Achse assoziiert

Unterfunktion: Autoimmunkrankheiten und chronisch entzündliche Prozesse wie Neurodermitis mit einer Unterfunktion assoziiert

So wurden in Untersuchungen mit Neurodermitis-Patienten und Asthmatikern deutlich reduzierte Kortisol-Stressreaktionen auf den TSST festgestellt – trotz gleicher subjektiver Belastungseinschätzungen.

Die Hyper- (Über-) oder Hypo- (Unter-) Sekretion von Kortisol:

  • kann genetisch bedingt sein, prämorbid, d. h. vor Ausbruch der Erkrankung, erworben werden 
  • kann eine Folge von chronischem Stress durch Krankheit oder traumatische Erlebnisse sein.
 

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