VU Gesundheitspsychologie

9. Gesundheitsprogramme

Zielbereiche von Gesundheitsförderung & Prävention - Stressbewältigungsprogramme

Interventionen zur individuellen Stressreduktion, d. h. Stressbewältigungs-

oder Stressmanagementprogramme, basieren zumeist auf der transaktionalen Stresstheorie von Lazarus:
kognitive Bewertungsprozesse tragen maßgeblich zur Initiierung von Stress bei

Kaluza (2002) unterscheidet drei Ziele von Stressbewältigungsprogrammen:

  1. Reduktion der subjektiv belastenden Situationen
    (instrumentelles Stressmanagement z.B. durch Zeitplanung oder Stärkung sozial-kommunikativer Kompetenzen)
  2. Erkennung und Modifizierung von stressbezogenen Bewertungen (kognitives Stressmanagement ; z.B. durch Einstellungsänderung, Sinngebung, Relativierung oder das Setzen von Prioritäten)
  3. Regulation von körperlichen und psychischen Stressreaktionen (palliativ-regeneratives Stressmanagement ; z.B. durch autogenes Training, Muskelentspannung, körperliche Aktivität oder Freizeitgestaltung)

Neben ihrem klinisch-therapeutischen Einsatz werden Stressreduktionsinterventionen häufig im Rahmen von Gesundheitsförderprogrammen am Arbeitsplatz angeboten („Live for Life“, Wilbur 1983).
Sie finden aber auch ihre Anwendung in Interventionen zum besseren Umgang mit körperlichen Einschränkungen oder chronischen Erkrankungen (Bennett 2004).

Diskussion