12_PsyTh_II_Folien_Setting

Familientherapie; aus Dorsch

Kann auf der Basis unterschiedlicher therapeutischer Richtungen stehen (z. B. humanistische Therapien, Systemische Therapie,
Verhaltenstherapie, kognitive Verhaltenstherapie), doch enthalten die meisten Familientherapien systemische Elemente. Typisch ist die Auffassung, dass einzelne Familienmitglieder «Symptomträger» sind, die Probleme aber eigentlich in der Familieninteraktion liegen. Konsequenterweise wird die Therapie direkt möglichst mit allen
wichtigen Familienmitgliedern durchgeführt, was aber bei mangelnder Bereitschaft zur Teilnahme nicht immer möglich ist. Familientherapie ist in mancher Hinsicht komplexer als Einzeltherapie, da eine Familie aber ohnehin einen starken Einfluss auf die Therapie eines ihrer Mitglieder haben kann, ist es oft einfacher, diese von Anfang an direkt einzubeziehen. F. wird in der Praxis oft durch Einzeltherapie ergänzt. Das
Betonen familiärer Zusammenhänge erfordert oft ein starkes Umdenken der Beteiligten, das durch Vermeiden einseitiger Schuldzuweisungen und Betonung der Stärken (Ressourcen) einer Familie erleichtert wird. Anwendungen erfolgen oft bei Vorliegen von Ablösungsproblemen, die mit familiären Konflikten zusammenhängen können. Eine bes. Anwendung mit gesicherter Wirkung ist die Rückfallprophylaxe bei Schizophrenie, Bipolarer Störung und Essstörungen.

Diskussion