12_PsyTh_II_Folien_Setting

Prinzipien verhaltenstherapeutischer Paartherapie

  • Austauschkonzepte, um „Verkehrswert“ der Beziehung zu erhöhen ⇒ Nutzen und Kostenbilanz des Paares
  • Wichtig ist ein Fertigkeitstraining, um z.B. Kommunikationsfähigkeit zu verbessern
  • „Fahrtüchtigkeit des Vehikels Beziehung“ wird durch das Einbauen moderner Bauteile erhöhen (Revenstorf & Freudenfeld)
  • „Verhaltenstherapeutische Paartherapie erfolgt typischerweise in zwei Phasen:
    • Zunächst wird versucht, das Interaktions- und Kommunikationsverhalten der Partner
      zu optimieren.
    • Erst auf dieser Grundlage werden Lösungen für konkrete Probleme des Paares gesucht.
  • Bei verhaltenstherapeutischer Paartherapie handelt es sich um eine vergleichsweise kurze, dafür aber intensive Intervention. Manual von Hahlweg, Schindler u.
    Revenstorf (1982) beinhaltet beispielsweise lediglich ca. 15 Therapiestunden.
  • hochstrukturiertes und eher direktives Therapeutenverhalten.
    Bereits im Erstkontakt versucht der/die TherapeutIn das gestörte Interaktionsverhalten des Paares zu unterbinden und beide Partner nacheinander zu Wort kommen zu lassen.
  • Auch im weiteren Verlauf der Behandlung dringt er/sie auf die Einhaltung bestimmter Interaktionsregeln zwischen den Partnern.
  • ... nicht eine manualisierte Standardbehandlung. Vielmehr: ... zunächst Diagnostik und Verhaltensanalyse der Paarkonflikte und des gestörten Interaktionsverhaltens der Partner ... daraus wird ein
    gezieltes und spezifisches Vorgehen abgeleitet.“
  • Verhaltenstherapeutische Paartherapie sowohl als Einzelpaartherapie als auch als Gruppentherapie mit sechs bis acht Paaren durchführbar.
  • Beide Vorgehensweisen (Paar- und Gruppentherapie) in kontrollierten Studien als effektiv gezeigt.
  • Für die Durchführung verhaltenstherapeutischer Paartherapie ist (auch bei Gruppentherapie) ein/e TherapeutIn ausreichend. Die Behandlung durch ein gegengeschlechtliches Therapeutenpaar erbrachte keine wesentlichen Vorteile.
  • Für den Erfolg einer verhaltenstherapeutischen Paarbehandlung ist entscheidend, ob es dem/der TherapeutIn gelingt, der Ungleichheit der Partner in ausreichender Form Rechnung zutragen.

Diskussion